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Die Rolle der Frau

Neu in der Religionsgeschichte ist die von Bahá'u'lláh geforderte gesellschaftliche Gleichstellung der Frau. Die Gleichwertigkeit von Mann und Frau beginnt mit der Erziehung, die sicherstellt, dass die Bildung der Mädchen derjenigen der Knaben gleichwertig ist. Denn Mütter sind die ersten Erzieher der nächsten Generation. Die Errungenschaften der Zivilisation können über gut ausgebildete Mütter am sichersten und schnellsten weitergegeben werden.

“Eine Lehre Bahá'u'lláhs ist ferner die Wesensgleichheit von Frauen und Männern. Die Menschenwelt hat zwei Flügel: Den einen bilden die Frauen, den anderen die Männer. Erst wenn beide Flügel gleichmässig entwickelt sind, kann der Vogel fliegen. Bleibt ein Flügel schwächlich, so ist kein Flug möglich. Erst wenn die Frauenwelt der Männerwelt im Erwerb von Tugenden und Vollkommenheiten gleichkommt, sind Erfolg und Gedeihen so erreichbar, wie es sein soll.“ ('Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften, 227.18)

“Wisse, o Dienerin, dass vor dem Antlitz Bahás die Frauen so viel gelten wie die Männer und dass Gott die ganze Menschheit nach Seinem Ebenbild erschaffen hat. Dies bedeutet, dass Männer und Frauen gleichermassen die Verkünder Seiner Namen und Eigenschaften sind und vom geistigen Standpunkt aus keinen Unterschied zwischen ihnen besteht. Wer sich Gott nähert, ob Mann oder Frau, hat die grösste Gunst erlangt. Wie viele glühend ergebene Dienerinnen haben sich im schützenden Schatten Bahás den Männern überlegen erwiesen und selbst die Berühmten der Erde überflügelt.“ (Briefe und Botschaften, 38.3)

"Die Emanzipation der Frau, die volle Gleichberechtigung der Geschlechter, ist eine der wichtigsten, wenngleich kaum anerkannten Voraussetzungen des Friedens... Erst wenn die Frau in allen Bereichen menschlichen Strebens zu voller Partnerschaft willkommen geheissen wird, entsteht das moralisch-psychologische Klima, in dem sich der internationale Frieden entwickeln kann... Die zuständigen Entscheidungsgremien täten gut daran, der Bildung von Frauen und Mädchen höchste Priorität einzuräumen, denn durch gebildete Mütter kann der Nutzen des Wissens am wirksamsten und schnellsten die Gesellschaft durchdringen..." (Die Verheissung des Weltfriedens, S. 24)

 

 

 
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