Stellungnahmen der Internationalen Bahá’í-Gemeinde
In den letzten Jahren gelangte die BIC mit drei gewichtigen Stellungnahmen an die heutigen Entscheidungsträger. Die erste erschien 1996 unter dem Titel "Entwicklungsperspektiven für die Menschheit - Ein neues Verständnis von globalem Wohlstand". Die zweite war betitelt mit "Wendezeit für die Nationen - Vorschläge zum Thema Global Governance" und schliesslich folgte 1999 das Statement "Wer schreibt die Zukunft? - Eine Schrift zum Nachdenken über das 20. Jahrhundert.“
Das Universale Haus der Gerechtigkeit trat in den letzten Jahrzehnten wiederholt mit deutlichen Statements an die Weltöffentlichkeit, u.a. im Oktober 1985 zum Beginn des UNO-Jahres des Friedens. Es wandte sich "aus tief empfundener geistiger und moralischer Verantwortung" mit der Botschaft "Die Verheissung des Weltfriedens" an die Völker der Welt. Es lenkte ihre Aufmerksamkeit auf die umfassenden Einsichten, die Bahá'u'lláh bereits im 19. Jahrhundert den Herrschern der Menschheit übermittelt hat. Diese Botschaft wurde weltweit durch die lokalen und nationalen Bahá'í-Gemeinden den führenden Persönlichkeiten und politischen Institutionen überreicht.
Im April 2002 wandte sich das Universale Haus der Gerechtigkeit mit einem Aufruf an die Repräsentanten der Religionen der Welt. Es tat dies in seiner Sorge um die gegenwärtige Gefahr, "dass die auflodernden Feuer religiöser Vorurteile einen Weltbrand entfachen, dessen Folgen sich niemand ausmalen kann". Es legte seinen Partnern im interreligiösen Dialog dar, dass die Überwindung religiöser Vorurteile nur in der Beachtung der umfassenden Wahrheit liegen kann, "dass es nur einen Gott gibt, und dass, jenseits aller Unterschiede in kultureller Ausprägung und menschlicher Interpretation, auch die Religion nur eine ist." (Vorurteile überwinden, S. 19)
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