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Die göttliche Führung

Jeder Gläubige erfährt und erlebt die göttliche Führung in seiner Standhaftigkeit im Glauben, seiner Dienstbarkeit und in seinem Bemühen, das Leben nach den Ratschlägen Bahá'u'lláhs und 'Abdu'l-Bahás auszurichten.

Der Bahá’í-Glaube hat von Beginn an ein Meer von Drangsalen, Prüfungen und Leiden durchschritten. Über 20.000 Gläubige haben als Märtyrer ihr Leben hingegeben. Trotzdem hat sich der Glaube stetig verbreitet und ist heute in 183 Nationen der Welt fest etabliert. Göttliche Führung ist den Gläubigen auch durch die Institutionen der Bahá'í-Gemeindeordnung zugesichert.

Bahá'u'lláh schreibt: "Der Herr hat befohlen, dass in jeder Stadt ein Haus der Gerechtigkeit errichtet werde, in dem sich Beratende nach der Zahl Bahá (9) versammeln.“ 'Abdu'l-Bahá bezeichnete diese “Häuser der Gerechtigkeit“, auch “Geistige Räte“ genannt, als "leuchtende Lampen und himmlische Gärten, aus denen die Düfte der Heiligkeit über alle Lande wehen und die Strahlen der Erkenntnis sich über alle erschaffene Dinge ergiessen. Von ihnen geht von allen Seiten der Odem des Lebens aus. Sie sind wahrlich zu allen Zeiten und unter allen Umständen die starken Quellen für den menschlichen Fortschritt..." (Gott geht vorüber S. 378f)

Es versteht sich von selbst, dass sich diese Geistigen Räte heute noch weitgehend im embryonalen Zustand ihrer Entwicklung befinden, d.h. sie sind noch unvollkommen, reifen langsam mit der Wahrnehmung ihrer Aufgaben und entwickeln die in sie gesetzten Hoffnungen nur schrittweise. Es versteht sich ebenso, dass die verheissene göttliche Führung sich zudem in dem Masse zeigen wird, wie die Gläubigen mit den Räten zusammen arbeiten, d.h. ihre Entscheide beachten, aber auch Impulse einbringen werden. Die zugesicherte göttliche Führung auf dieser Ebene bleibt somit immer eine relative.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit hingegen ist die von Bahá'u'lláh gestiftete und von ihm mit höchster Autorität und unfehlbarer Führung versehene Institution. In den Worten Bahá'u'lláhs hat "die Hand der Allmacht seine Offenbarung auf einen unverletzlichen, dauerhaften Grund gestellt. Stürme menschlichen Streites vermögen ihre Grundfeste nicht zu schwächen, noch werden die wunderlichen Ideen der Menschen ihrem Aufbau schaden können." (Der Gottesbund 30;31)

 

 

 
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