Baha'i Schweiz
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Schweizer Bahá'í Jugend

Im Jahre 2003 schaute die Bahá'í-Gemeinde der Schweiz zurück auf hundert Jahre ihres Bestehens.

Angefangen im Welschland und in der Ostschweiz mit einigen wenigen Anhängern, leben heute rund tausend Bahá'í in über 200 Orten. Eine funktionierende Verwaltung unter der Führung des erstmals im Jahre 1953 gewählten Nationalen Geistigen Rates der Bahá'í der Schweiz ist heute fest etabliert. Lokale Gemeinden nehmen lebhaften Anteil am Leben der Gesellschaft, ermutigt durch die Lehre des Bahá'í-Glaubens: "Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen seine Bürger." Auf dieser Überzeugung basieren die zahlreichen Aktivitäten, getragen von Menschen mit einer grossen Vielfalt an kulturellem, sprachlichem, ethnische und religiösem Hintergrund. Sie basieren auf einem positiven Menschenbild und auf dem Geist der Beratung. Da es im Baha'i-Glauben keinen Priesterstand gibt, ist jeder Gläubige aufgerufen, selbständig nach der Wahrheit zu forschen und innerhalb der Gesellschaft seinen Beitrag zu leisten.

Die in einer Gemeinde verantwortlichen Gremien heissen "Geistige Räte". Diese werden einmal jährlich aus allen Gläubigen über 21 Jahren in anonymer Wahl und ohne Propaganda gewählt und dienen ehrenamtlich für die Dauer eines Jahres.

Einmal alle 19 Tage trifft sich die Gemeinde zu einem Fest bestehend aus einem geistigen, einem beratenen und einem sozialen Teil. Die Ergebnisse der gemeinsamen Beratung werden an den Lokalen Geistigen Rat zur Prüfung, zur Beschlussfassung und zur allfälligen Umsetzung weitergeleitet. Dieses Vorgehen, bei dem das Individuum unmittelbar am Aufbau der Gemeinde teilnimmt, ist ein fester Bestandteil der Gemeindeordnung Bahá'u'lláhs.

An der Schwelle eines neuen Jahrtausends ist es unsere Hoffnung, dass eine gequälte und sich nach Frieden sehnende Menschheit ihre grundlegende Einheit erkennen möge, eine Einheit, die — nach unserer Überzeugung — die Grundlage ist für das Wohlergehen und die Sicherheit aller Menschen dieses Planeten.

Wie gross der Aufruhr auch sein wird, die Zeitperiode, auf die sich die Menschheit derzeit zubewegt, wird jedem Individuum, jeder Institution und jeder Gemeinschaft dieser Erde bisher nicht dagewesene Möglichkeiten eröffnen, die Zukunft des Planeten mitzugestalten. "Bald", so verspricht Bahá'u'lláh, "wird die heutige Ordnung aufgerollt und eine neue an ihrer Statt entfaltet werden."



 
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