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Bahá’í-Heiligtümer in Israel als UNSECO-Weltkulturerbe anerkannt
Die Bahá’í-Gemeinde der Schweiz freut sich sehr über die Aufnahme ihrer beiden Heiligen Stätten in Israel als Weltkulturerbe der UNESCO. Die beiden Schreine, einer davon in der Nähe des Welterbes der Altstadt von Akko an der nördlichen Küste Israels un der andere auf dem Berg Karmel in Haifa, sind die Ruhestätten von Bahá’u’lláh und dem Báb, den Stiftern der Bahá’í-Religion.
Durch die gestrige Entscheidung des UNESCO Welterbe-Komitees auf seiner 32. Tagung vom 2. Bis 10. Juli 2008 in Quebec, Kanada, wurden zwei der heiligsten Stätten der Bahá’í in das Verzeichnis der international anerkannten Stätten aufgenommen, wie zuvor auch die Grosse Mauer von China, die ägyptischen Pyramiden, der Taj Mahal oder Stonehenge.
Die Anerkennung kommt gerade an diesem Tag eine hohe Symbolkraft zu, da die fünf Millionen Bahá’í weltweit am 9. Juli des gewaltsamen Todes des Bab gedenken, der einer ihrer Stiftergestalten ist. Der Báb wurde aufgrund seiner religiösen Überzeugung am 9. Juli 1850 in der iranischen Stadt Täbrís hingerichtet. Seine sterblichen Überreste sind in dem Schrein auf dem Berg Karmel in Haifa beigesetzt.
Das Welterbe-Verzeichnis enthält auch andere religiöse Stätten mit internationales Bedeutung wie den Vatikan, die Altstadt von Jerusalem und die Ruine der vor kurzem zerstörten buddhistischen Bamiyan Statuen in Afghanistan. Die Bahá’í-Schreine sind jedoch die ersten Stätten mit einer religiösen Tradition, die in der Neuzeit entstanden sin, die in das UNSECO-Verzeichnis aufgenommen wurden.
Die Bahá’í glauben, dass sowohl Bahá’u’lláh als auch der Báb wie bereits zuvor Abraham, Moses, Jesus Christus oder Mohammed Gottesoffenbarer waren. Ihre Ruhestätte sind Pilgerorte für eine Gemeinschaft mit etwa fünf Millionen Gläubigen. Der Schrein Bahá’u’lláhs ist der Bezugspunkt für das tägliche Gebet der Bahá’í auf der ganzen Welt, ähnlich wie die Klagemauer in Jerusalem für die Juden und die Kaaba in Mekka für die Moslems.
Bahá’u’lláh, der im Iran geboren war, wurde nach Akko verbannt, das damals Teil des Osmanischen Reiches war und verstarb dort 1892. Der Báb wurde 1850 im Iran hingerichtet und seine sterblichen Überreste wurden in Haifa beigesetzt.
Bemerkenswert an den beiden Schreinen sind die sie umgebenden angelegten Gärten, die Gestaltungselemente viele Kulturen harmonisch miteinander verbinden. Zusätzlich zu den Bahá’í-Pilgern werden sie jedes Jahr von hundertausenden Touristen besucht.
Albert Lincoln, Generalsekretär der Internationalen Bahá’í-Gemeinde sagte anlässlich der Entscheidung: Wir begrüssen die Anerkennung der UNESCO, die die Wichtigkeit der heiligen Stätten einer Religion hervorheben, welche sich innerhalb von 150 Jahren von einer kleinen Gruppe von Anhängern im Nahen Osten zu einer weltweiten Gemeinde mit Gläubigen in praktisch jedem Land entwickelt hat. Die Bahá’í-Gemeinde ist der Regierung Israels besonders dankbar dafür, dass sie die Nominierung vorgeschlagen hat.
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