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III.
Schweizer Erfahrungen
Die
Schweiz, dem Föderalismus und damit der Vielfalt zutiefst
verpflichtet, hat durch ihre eigene Entwicklung gezeigt, dass
Einheit in der Vielfalt möglich ist, dass verschiedene
kleinere und grössere Kultur- und Sprachgruppen gleichberechtigt
auf engstem Raum miteinander leben können. Weitere wertvolle
Erfahrungen sind die humanitäre Tradition der Schweiz,
so etwa die Gründung des Roten Kreuzes, ferner die vermittelnde
Rolle, welche die Schweiz seit Jahrzehnten zwischen den Nationen
spielt.
Wenn
auch Vorsicht und Beharrungsvermögen im Charakter des
Schweizervolkes stark ausgeprägt sind, so hat es sich
neuen Herausforderungen schliesslich doch immer wieder gestellt.
In der Geschichte der Schweiz gibt es kaum einen Schritt,
dem nicht ein gründlicher Entscheidungsprozess, ein lebhaftes
vorausgegangen wäre. Als Beispiel sei
das Friedensabkommen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern
aus dem Jahr 1937 und der daraus resultierende Arbeitsfriede
erwähnt, der für die wirtschaftliche Entwicklung
und Sicherheit der gesamten Schweizer Bevölkerung von
herausragender Bedeutung ist. Aus all dem geht hervor, dass
in der Schweiz ein grosses Potential für weitsichtige
und gerechte Lösungen gesellschaftlicher Probleme vorhanden
ist.
Im
Hinblick auf die Lösung globaler Probleme sind jedoch
vor allem zwei Erfahrungen, welche die Schweiz im Zusammenhang
mit der Gründung des Bundesstaates gemacht hat, ausserordentlich
wertvoll:
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Der Verzicht auf gewisse regionale beziehungsweise kantonale
Kompetenzen zugunsten des Staatsganzen bedeutet nicht primär
Verlust, sondern er eröffnet neue Perspektiven der Entwicklung.
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Dieser Verzicht und die daraus folgende Umstrukturierung wird
oft erst im Rückblick als der auslösende Faktor
zur Entfaltung einer neuen, fortschrittlicheren Ordnung klar
erkennbar.
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