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EDITORIAL
Angesichts
der schrecklichen Ereignisse des vergangenen Jahres
in der Schweiz und in der Welt, angesichts von zunehmender
Gewalt, von Krieg und Katastrophen, werden wir oft
gefragt, woher wir unsere optimistische Haltung nehmen.
Der heraufbeschworene Zusammenprall der Zivilisationen
als Beginn des Kollapses der Weltordnung ist für
die Bahai kein Schreckgespenst, sondern wird
als Teil des organischen Wachstumsprozesses angesehen,
den eine gequälte Menschheit zur Zeit durchschreitet.
Diese optimistische Haltung gepaart mit Realitätssinn
entspringt der Erkenntnis, dass dieser Prozess
unausweichlich ist und letztlich zur Einheit der Menschheit
führen wird. Das Werkzeug, das uns erlaubt, die
von Bahaullah, dem Stifter der Bahaî-Religion
geoffenbarten hohen Massstäbe und Ziele in die
Tat umzusetzten, ist die weltweite Bahai-Gemeindeordnung.
Sie ist das Trainingsfeld, auf dem Menschen mit verschiedenen
religiösen, nationalen oder kulturellen Hintergründen
die gemeinsame Beratung und kollektive Entscheidungsfindung
üben. Hier, in den lokalen Gremien, werden Kindern
die für eine Weltgesellschaft notwendigen neuen
Werte vermittelt. Hier werden sie zu Weltbürgern
erzogen, lernen mit den verschiedensten Menschen zusammenzuarbeiten
und die Vielfalt der menschlichen Familie zu schätzen.
Die Schweizer Bahai-Gemeinde ist bemüht,
ihren Teil zu einer gerechten und für alle Menschen
dieses Planeten lebenswerten Zukunft zu leisten. Einige
ihrer Aktivitäten finden Sie im vorliegenden
Tätigkeitsbericht vom April 2001-März 2002.
NATIONALER
GEISTIGER RAT
DER BAHAI DER SCHWEIZ
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