Bahai Schweiz

Bahá'í Schweiz
Die Bahá'í-ReligionDie Bahá'í-Gemeinde der SchweizDie Weltweite Bahá'í-GemeindeLiteratur
Tatigkeitsbericht 2001-2002
Editorial
Die Bahai-Religion in Kurze
Aufbau
Finanzen
Interreligioser Dialog
Aus dem Weltzentrum
Kinder/Jugend
National
Lokale Gemeinden
International
Vereinigungen
Publikationen
Referentenangebote
 
 

INTERRELIGIÖSER DIALOG

In den letzten Jahren ist ein verstärkter Trend zum interreligiösen Dialog festzustellen. Es ist offensichtlich, dass sich die verschiedenen Religionsgemeinschaften bemühen im Geiste der Toleranz und Brüderlichkeit miteinander zu verkehren.

Einen intensiven interreligiösen Dialog pflegen vor allem die Gemeinden
Genf, Pully, Lausanne und Fribourg.
Genf und Pully können auf eine langjährige Zusammenarbeit innerhalb der interreligiösen Plattform zurückschauen. Eines der Resultate dieser Zusammenarbeit ist der jährlich herausgegebene interreligiöse Kalender. Im Monat November fand die neunte Zusammenkunft (9eme Journees interreligieuses Genevoises) unter dem Titel "Religions et Violence statt. Les traditions religieuses en quête de paix?". Das Treffen, an dem Vertreter des Buddhismus, des Christentums, des Hinduismus, des Islam, des Judentums sowie der Baha’i-Religion teilnahmen, fand im Baha’i-Zentrum Genf statt. Der Runde Tisch wurde animiert durch Laure Speziali von TSR.

Aarau:
Wie bereits in den Vorjahren fand auch im Berichtsjahr ein vom Aargauer interreligiöser Arbeitskreis (AIRAK) organisierter Anlass in Gränchen teil. Über 200 Personen nahmen an den Vorträgen wie auch am gemeinsamen Mittagessen und den Darbietungen diverser Kulturen teil. Der Anlass vom 16. September stand aus verständlichen Gründen im Schatten des Terroranschlags in den Vereinigten Staaten, auf den immer wieder Bezug genommen wurde.
Der Präsident der AIRAK wurde anschliessend zu einem kurzen Interview vom Lokalradio eingeladen.

Bern:
Haus der Religionen geplant. Was in Amsterdam zwischen den Konfessionen klappt könnte auch in der Schweiz zwischen den Religionen gelingen, nämlich ein Haus der Religionen einzurichten, welches den Dialog der Kulturen und der Begegnung zwischen Menschen verschiedener kultureller und religiöser Herkunft dienen und damit zum Abbau von Vorurteilen beitragen soll. Der Idee dieses visionären Projektes liegt ein alltägliches Problem zu Grunde. Es hat sich gezeigt, dass verschiedene Religionsgemeinschaften oft schwer haben, geeignete Räumlichkeiten für ihr Gemeindeleben zu finden. Ein Haus der Religionen könnte hier Abhilfe schaffen. Die Baha’i-Gemeinde Bern begrüsst diese Idee und nahm an Vorbereitungstreffen teil.

Cologny:
Ein erstes interreligiöses Treffen, organisiert durch die protestantische und katholische Kirchgemeinde sowie den Baha’i von Cologny fand am 10. Mai im Saal du Manoir statt.
Professor Richard Friedli von der Universität Freiburg ging der Frage nach, ob die Religion, resp. das Religiöse zum Konflikt oder zum Frieden beiträgt. Diese brennende Frage zog zahlreiche Menschen an und es ergaben sich lebhafte Diskussionen.

Panorama der Religionen. Neues Schulbuch:
Der interreligiöse Herausgeber ENBIRO, der auch den interreligiösen Kalender für die französische Schweiz herausgibt, veröffentlichte kürzlich ein neues Schulbuch "Panorama der Religionen: Traditionen, Überzeugungen, Praktiken in der französischen Schweiz. Jede Religion stellt sich auf sechs Seiten vor, wobei fin einem ersten Teil der Ursprung der Religion und deren Stifter vorgestellt werden wie auch die Heiligen Bücher und die wichtigsten Prinzipien und der Aufbau. In einem zweiten Teil werden speziell auf die Schüler abgestimmt Fragen behandelt, wie z.B. die Beziehungen zwischen den Geschlechtern, die Autorität der Eltern, Drogen und Sexualität, Ernährung, Krankheit, Tod und Leiden. Eine dritte Sektion betrifft Statistiken, Publikationen und entsprechende Kontaktadressen. Die Herausgabe des Buches hängt mit den jahrelangen Bemühungen der lokalen Räte von Genf und Pully zusammen und mit der Zusammenarbeit der Gemeinde Lausanne mit der Maison d’Arzillier in Lausanne.

Orte der Stille und der Begegnung
Nach dem Modell der Zürcher Gemeinde, die bereits seit einigen Jahren Meditationsabende unter dem Titel "Zeit nehmen – Stille erfahren" durchführt, sind im Berichtsjahr rund ein Dutzend weiterer Stille-Zonen über die ganze Schweiz verteilt entstanden. In manchen werden Texte aus den verschiedenen Weltreligionen gelesen, umrahmt von Musik, in anderen aussschliesslich Texte aus den Heiligen Schriften der Baha’i-Religion. Die Abende sind zu einem Bedürfnis für zahlreiche Menschen geworden, und zeigen deutlich nicht nur die Sehnsucht nach Stille, sondern auch nach geistiger Nahrung für die Seele.

Reflection

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Webmaster