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AUS
DEM WELTZENTRUM
Eröffnung
der Terrassen am Berg Karmel in Haifa
Neunzehn Bahai aus der Schweiz und fünf
aus Liechtenstein waren ausgewählt worden gemeinsam
mit 3300 weiteren Gläubigen aus 180 Ländern
sowie 1000 geladenen Gästen aus der ganzen Welt
an den Eröffnungsfeierlichkeiten für die
Terrassen zum Schrein des Bab am Berg Karmel in Haifa,
Israel, teilzunehmen.
Die Eröffnung der neunzehn terrassenförmig
angelegten Gärten, die sich vom Fuss bis zum
Gipfel des Berges Karmel erstrecken, fand am Abend
des 22. Mai 2001 statt dem 158. Jahrestag der
Erklärung des Bab statt. Der Bab, der erste der
beiden Stifter des Bahai-Glaubens, ist im Schrein
begraben, der sich inmitten der Terrassen auf dem
"Berg des Herrn" erhebt.
Der Schrein wurde 1909 erbaut und ist heute mit seiner
vergoldeten Kuppel das Wahrzeichen der Stadt Haifa.
Rund um den Schrein entstanden während des lezten
Jahrhundets ein Komplex von Gebäuden, Gärten
und Heiligen Stätten, die heute das Weltzentrum
der Bahai-Religion ausmachen.
Journalisten internationaler Medien von BBC über
CNN bis Le Monde und der New York Times berichteten
über die Eröffnungsfeierlichkeiten. Das
ganze zweiitägige Programm wurde auch per Satellit
in die ganze Welt übertragen. In der Schweiz
fanden an mehreren Orten öffentliche Live-Übertragungen
statt: in Bern, Meilen, Lausanne und in Wienacht-Lutzenberg,
wo sich eine grössere Anzahl Personen aus der
näheren und weiteren Umgebung einfanden.
In Haifa sind die Terrassengärten ausgesprochen
willkommen, denn sie verheissen einen Boom von Touristen
aus aller Welt. "Wir nahmen die Gärten als
ein Geschenk an uns an", so der Manager des Haifa
Tourist Board, Moshe Tzur. "Wir hoffen, dass
sie eine der wichtigsten touristischen Attraktionen
in der Welt werden." Die Gärten sind mit
Vorbuchung bei freiem Eintritt zu besichtigen. Info
unter der Telefonnummer in Israel: o4-831-3131.
Das Medienecho, vor allem bei den Printmedien war
beachtlich. In mehreren Zeitungen erschienen halb-und
ganzseitige Reportagen, die "hängenden Gärten
von Haifa" beschreibend und über die Bahai-Religion
informierend.
Erklärung des Universalen
Hauses der Gerechtigkeit, dem internationalen Leitungsgremium
der Baha'i, abgegeben anlässlich der offiziellen
Eröffnung der Terrassengärten am Schrein
des Bab in Haifa am 22. Mai 2001. ( gekürzt)
"Wir sind hier zusammengekommen, nicht um die
Tragädie des Martyriums des Bab und die nachfolgenden
Verfolgungen zu betrauern (1850 in Nordwesten Persiens),
sondern wir sind hier, um die Erreichung des Gipfelpunktes
zu feiern und die Bedeutung eines beispiellosen Projektes
anzuerkennen, das seinen Anfang vor über einem
Jahrhundert nahm. Damals besuchte Baha'u'llah, den
die osmanischen Behörden nach Akka verbannt hastten,
damitz er seine Tage in Gefangenschaft verbringe,
den Berg Karmel und wäühlte den Ort aus,
wo die sterblichen Ueberrese seines Herolds (des Bab)
begraben werden sollten. Wir vertrauen demütig
darauf, dass das wundersame Ergebnis (die Hinrichtung
des Bab) durch die Vollendung der 19 terrassierten
Gärten, in deren Herzen sich der Schrein des
B ab erhebt, eine geziemende Erfüllung üder
Vision ist, die von Baha'u'llah ins Leben gerufen
wurde. (..)
Das Chaos und die Krisen unserer Zeit liegen einer
bedeutenden Veränderung der Fragen der Menschheit
zugrunde. Gleichzeitig ablaufende Prozesse der Desintegration
und der Integration haben sich über den ganzen
Planeten hinweg beschleunigt, seit der Bab in Persien
erschien. Dass unsere Erde sich zu einer Nachbarschaft
zusammengezogen hat, kann niemand ernsthaft verneinen.
Die Welt wird neu erschaffen. (..)
Der Schmerz wird vergehen, wenn die Mitglieder der
Menschheit gemäss der gemeinsamen Anerkennung
ihrer wesentlichen Einheit handeln. Der Schrein des
Bab ist ein Symbol der Wirksamkeit dieser jahrhundertealten
Verheissung, ein Zeichen ihrer Dringlichkeit. Das
Licht das vom zentralen Gebäude aus erstrahlt,
ist ein Leuchtstrahl der Hoffnung für die ungezählten
menschen, die sich nach einem Leben sehnen, das sowohl
die Seele wie auch den Körper zufrieden stellt.
(..)
Indem wir über die Jahre der Anstrengungen reflektieren,
die in dieses Ehrfurch einflössende Projekt inverstiert
wurden, wollen wir die Wäreme des Gefühls
in unseren Herzen an die Menschen von Haifa ausdrücken.
Ihre Stadt wird für alle Zeit von den Baha'i
überall als der Ort gepriesen werden, an die
sterblichen Ueberreiste des jungen Prophetenherols
ihres Glaubens schliesslich ein Obdach gefunden haben.
(..) Es fügt sich, dass Haifa auf dem Berg Kaqrmel
liegt mit seinen unvergänglichen Verbindungen
zu heiligen Sehern, deren Anliiegen sich durch die
Zeiten meist auf die Verheissung von Frieden richteten.
Möge Haifa weites Ansehen erlangen, nicht nur
als Ort von natürlicher Schönheit, sondern
noch spezieller als die Stadt des Friedens. Das Wort
soll also von diesem heiligen Ort hinaus gehen, von
diesem Berg des Herrn, dass die Einheit und der Frieden
der Welt nicht nur möglich, sondern unausweichlich
sind. Ihre Zeit ist gekommen."
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