|
BUCHAUSSTELLUNGEN
Wie jedes Jahr seit 1987 nahm die Schweizer-Gemeinde vom 30. April bis 5. Mai am Salon International du Livre et de la Presse mit einem Bücherstand in Genf teil, einer Ausstellung, die jeweils 110'000 Besucher empfängt. Am Stand konnten Besucher Bücher in fünfzehn Sprachen zu einem weiten Themenkreis finden: Fragen der Religion, der Erziehung, des Friedens. Die Standdekoration bezog sich auf das Jubiläumsjahr und zeigte in Grossaufnahmen die europäische Konferenz von 1948 in Genf, die Jugendkonferenz von 1971 in Fiesch, an der über 2000 Jugendliche teilnahmen, und ein Wintertreffen, durchgeführt im Tagungszentrum Boldern oberhalb des Zürichsees.
Auch der Bücherstand an der Buch- und Medienmesse Basel bezog sich im Tätigkeitsjahr auf das hundertjährige Jubiläum. Es zeigte eine Grossaufnahme der ersten Bahá’í der Schweiz, der Familie De Bons-McKay mit der kleinen Tochter Mona.
Die Ausstellung zieht besonders Menschen an, die an Literatur, geisteswissenschaftlichen und geistigen Themen interessiert sind. Am Stand gibt es immer wieder anregende Gespräche mit den verschiedensten Menschen, die die Bahá’í-Sicht über diverse Themen wissen wollen.
WINTERSCHULE
Die diesjährige nationale Zusammenkunft, wiederum im Tagungszentrum Boldern in Männedorf zwischen Weihnachten und Neujahr durchgeführt, widmete sich der Rolle der Kunst in einer sich verändernden Gesellschaft. Aufgeteilt in diverse Workshops konnten die Teilnehmer ihre verschiedenen Talente von Gesang über Malen bis zu Pantomime einbringen und erfahren, wie die Kunst das Leben bereichert und verschönert. Dieses Treffen erfreut sich immer großer Beliebtheit auch für Menschen, die dem Bahá’í-Glauben nahe stehen und einige Tage in anregender Atmosphäre entspannen wollen.
WAHL DES OBERSTEN FÜHRUNGSGREMIUMS
Die neun Mitglieder des Nationalen Geistigen Rates der Bahá’í der Schweiz wählten, so wie 181 weitere nationale Gremien, Ende April ihr höchstes Leitungsgremium, das Universale Haus der Gerechtigkeit mit Sitz in Haifa, Israel. Die internationalen Wahlen finden jeweils alle fünf Jahre im Bahá’í-Weltzentrum in Haifa statt. Wegen der besonderen politischen Umstände und der unübersehbaren Gefahren, die im April 2003 im Heiligen Land herrschten, wurde die internationale Tagung annulliert. Trotzdem wurde die Wahl ordnungsgemäß auf dem Korrespondenzweg durchgeführt ohne die geringste Beeinträchtigung, was die Fähigkeit zeigt, auf unerwartete Umstände zu reagieren. Bahá’í-Wahlen sind geheim, ohne jegliche Nominierungen, Kampagnen und ohne Aufstellen von Kandidaten. Gewählt werden – nach Gebet und Meditation – jene Personen, von denen angenommen wird, sie besäßen die besten Eigenschaften, um zu dienen. Die im April gewählten neun Personen kommen aus sieben verschiedenen Ländern und spiegeln eine Vielfalt an beruflicher Erfahrung wider. |