Bahai Schweiz

Bahá'í Schweiz
Die Bahá'í-ReligionDie Bahá'í-Gemeinde der SchweizDie Weltweite Bahá'í-GemeindeLiteratur
Tatigkeitsbericht 2003-2004
Editorial
Die Bahai-Religion in Kurze
100 Jahre Bahá'í Schweiz
Ansprache Bundeskanzlerin
Nationale Aktivitäten
Bahá'í-Frauenvereinigung
Der Interreligiöse Dialog
Orte der Stille
50 Jahre Bahá'í Liechtenstein
Lokake Aktivitäten
Studienkreise
Internationale Arbeit
Interview mit Ramin Granfar
Die Situation im Iran
Gedanken zur Erziehung
Jugendaktivitäten
Gemeindeordnung
Statistik
Publikationen

Weidmann

 
 

FRAUENVEREINIGUNG

Frauen spielen in der Schweizer Bahá’í-Gemeinde seit jeher eine besondere Rolle. Schon 1953 wählten die Delegierten fünf Frauen in den ersten, neunköpfigen und noch für die Schweiz und Italien zuständigen Regionalen Geistigen Rat. Seither sind im Laufe seiner fünfzigjährigen Geschichte 57 Personen in dieses oberste Leitungsgremium gewählt worden, wovon 51 Prozent Frauen waren – und dies ohne Quotenregelung oder Wahlpropaganda und in anonymer Wahl.

Dieses besondere Merkmal der Schweizer Bahá’í-Gemeinde wurde von der Bundeskanzlerin der Schweiz, Frau Annemarie Huber-Hotz, anlässlich des Empfanges zum Jubiläumsjahr in Bern besonders hervorgehoben: „In Ihrer Religion ist die Gleichberechtigung von Frau und Mann schon immer eine Selbstverständlichkeit gewesen und sie haben diese Grundsätze in das Alltagsleben umgesetzt.“

Die Erfahrung, vor allem weltweit, hat gezeigt, dass für den Fortschritt der Frauen die Erziehung beider Geschlechter wichtig ist. Programme, die es versäumen, die Männer mit dem Prinzip der Gleichberechtigung der Geschlechter vertraut zu machen, haben wenig Chancen auf Erfolg.  Die Vereinigung der Bahá’í-Frauen ist sich dessen bewusst, und so konzentrierte sich ihre Arbeit im vergangenen Jahr nicht nur auf die Ermutigung der Frauen, sondern sie suchten auch ganz gezielt z.B. in Seminaren das Gespräch mit den Männern.

Aus Anlass der Hundertjahrfeier veröffentlichte die Frauenvereinigung eine Schrift mit den Lebensbeschreibungen von Bahá’í-Frauen. Es sind kurze Berichte von Frauen, die alle massgeblich zum Fortschritt des Bahá’í-Glaubens in der Schweiz beigetragen haben. Sie bilden gleichzeitig auch eine Art Leitfaden für die Kunst zu leben und für die Werte, die diese Frauen umzusetzen versuchten.

„Die Menschheit gleicht einem Vogel mit seinen zwei Schwingen – die eine ist männlich, die andere weiblich. Wenn nicht beide Schwingen stark sind und durch eine gemeinsame Kraft vorwärts bewegt werden, kann der Vogel nicht gen Himmel fliegen.“ (Bahá’í-Schriften)

Winter Schule

Lizenziatsarbeit

Besonders zu erwähnen ist eine wissenschaftliche Arbeit, die Lizenziatsarbeit von Frau Mahwasch Schwarz-Ettehadieh, Mitglied der Zuger Bahá’í-Gruppe, mit dem Titel "Mütter zwischen Familienleben und Erwerbsleben—Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Eine Sekundäranalyse des Schweizer Haushalt-Panels" ist verkürzt in der alma mater (Women's & Gender studies) der Universität Zürich für das Sommersemester 2004 abgedruckt worden. Hinweis im Editorial: „Auch wenn heute für die Frauen Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit selbstverständlich sind, bezahlen sie immer noch einen hohen Preis, wenn sie neben Familie und Haushalt auch einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder gar eine Karriere anstreben.“ Mahwasch Schwarz berichtet in ihrem Beitrag von einem zwar besseren subjektiven Wohlbefinden berufstätiger Mütter im Gegensatz zu nichtberufstätigen Müttern, warnt aber vor längerfristigen negativen Auswirkungen, welche der durch Mehrbelastung und Rollenkonflikte verursachte Stress auf die weibliche Gesundheit haben kann“. Diese Lizenziatsarbeit enthält auch eine Zusammenfassung der Erklärung der Internationalen Bahá’í Gemeinde zum Internationalen Jahr der Familie der Vereinten Nationen 1994, welche Lösungen für die Probleme der Familien von heute aufzeigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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